Reverse Factoring – was ist das?

Reverse Factoring wird auch als Lieferanten- oder Einkaufsfinanzierung bezeichnet. Es ist ein „umgekehrtes“ Factoring: Während der Factor beim gewöhnlichen Factoring die offenen Forderungen eines Unternehmens kauft, finanziert er beim Reverse Factoring die Forderungen des Lieferanten vor.


Ablauf von Reverse Factoring

  • Die drei Parteien (Abnehmer, Lieferant, Factor) schließen einen Reverse-Factoring-Vertrag ab.
  • Es erfolgt die Lieferung bzw. Leistungserbringung durch den Lieferanten.
  • Die Rechnung des Lieferanten an den Abnehmer wird durch den Factor beglichen.
  • Der Abnehmer zahlt den Betrag innerhalb des ursprünglichen Zahlungsziels an den Factor zurück.

Reverse Factoring ist als Full Service Factoring und als Inhouse Factoring  möglich.


Vorteile von Reverse Factoring

Für den Abnehmer:

  • längere Zahlungsziele
  • kostengünstige Liquiditätsbeschaffung
  • Skontoerträge
  • Unabhängigkeit gegenüber Kreditinstituten, Banken
  • verbesserte Marktposition
  • verbesserte Stellung gegenüber Lieferanten
  • Verhinderung von Produktionsausfällen durch stabiles Lieferanten-Abnehmer-Verhältnis

Für den Lieferanten:

  • Liquidität
  • Skontoerträge
  • Bonität des Abnehmers wirkt sich positiv auf die Finanzierungskonditionen den Lieferanten aus
  • Bilanzentlastung (True Sale)
  • Verlagerung des Debitorenrisikos auf den Factor
  • vereinfachtes Verfahren beim Export-Geschäft


Voraussetzungen für Reverse Factoring

Die Risiken für den Factor sind beim Reverse Factoring höher als beim gewöhnlichen Factoring, an den Abnehmer werden deshalb höhere Ansprüche gestellt. Kriterien sind unter anderem:

  • Rückversicherungsfähigkeit
  • Jahresumsatz
  • Einkaufsvolumen


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