Was sind Asset-backed Securities (ABS)?

Die deutsche Übersetzung des Englischen „asset-backed security“ ist „forderungsbesichertes Wertpapier“. Wie beim Factoring und bei der Forfaitierung handelt es sich also um eine forderungsbasierte Unternehmensfinanzierung – eine Alternative zu herkömmlichen Krediten.

Factoring hebt sich zum Beispiel durch geringe Kosten, einen höheren Ausfallschutz und ein einfacheres Prozedere von ABS-Transaktionen ab.


Asset-backed Securities: Beteiligte & Ablauf

Während beim Factoring Forderungen direkt an einen Factor wie Bibby Financial Services verkauft werden, gestaltet sich der Ablauf bei Asset-backed Securities komplexer: Die Forderungen werden vom Inhaber (oder Originator) über eine Zweckgesellschaft in Form von Wertpapieren auf dem Kapitalmarkt an Wertpapierkäufer verkauft. Eine Ratingagenturbewertet das verbriefte Vermögen bzw. dessen Risiko – dies beeinflusst die Zinshöhe. Das Geld, das die Schuldner zum Begleichen der Forderungen zahlen, fließt in die Zins- und Tilgungszahlungen für die Wertpapiere. Häufig sind die Forderungsverkäufer Banken, die sich refinanzieren, indem sie Teile ihrer Kreditforderungen handelbar machen.

Bei der Verbriefung von Asset-backed Securities wird unterschieden zwischen True Sale (die Forderungen selbst werden an eine Zweckgesellschaft verkauft) und Synthetic Sale (das Risiko wird über Kreditderivate auf den Kapitalmarkt verlagert).


Asset-backed Securities & Factoring: Unterschiede

  • Forderungskäufer: Beim Factoring werden die Forderungen direkt vom Factoring-Unternehmen gekauft, bei ABS erfolgt der Forderungsverkauf über die Emission von Wertpapieren durch eine Zweckgesellschaft.
  • Kosten: Für den Verkäufer der Forderungen fallen bei Asset-backed Securities höhere Einmal- und Fixkosten an als beim Factoring.
  • Forderungen: Beim Factoring werden einzelne Forderungen gekauft, bei Asset-backet Securities ein Forderungspool.
  • Ausfallrisiko: Echtes Factoring bietet 100 % Ausfallschutz, während bei Asset-backed Securities ein Restrisiko beim Forderungsverkäufer verbleibt.
  • Implementierungsdauer: Sie beträgt beim Factoring nur 1 – 3 Monate, bei ABS bis zu 6 Monate.
  • Debitorenmanagement: Beim Full Service Factoring wird das Debitorenmanagement sowie ggf. Mahn- und Inkassowesen vom Factor übernommen.
  • Die Debitorenkonzentration liegt beim Factoring bei max. 30 %, bei ABS nur zwischen 3 und 5 %.


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